Herr Heyden, der TV-Vertrag zwischen Dyn und der easyCredit BBL läuft über sechs Jahre. Welche Schlagzeile erwarten Sie am Ende dieser Rechteperiode?
Der deutsche Basketball blickt zufrieden auf die letzten sechs Jahre zurück und freut sich auf die weitere Zusammenarbeit mit Dyn.
Was macht Sie optimistisch, dass dieser Weg ein Erfolgsmodell werden kann?
Bei Dyn arbeiten Menschen, die für ihre Sportarten „brennen“ und alles dafür tun, dass diese die Aufmerksamkeit bekommen, die sie verdienen – für Sportfans, von Sportfans.
Dyn setzt auf eine einfache, transparente Preispolitik. Keine komplizierten Abo-Modelle, ein Preis für alles. Wie kommt das bei den Kunden bislang an?
Wenige Wochen nach Sendestart sind wir mit den Abonnements sehr zufrieden. Das zeigt, dass das Preis-Modell von den Fans angenommen wird. Besonders freuen wir uns über das weitestgehend positive Feedback über Social Media. Wir beschäftigen uns mit der konstruktiven und berechtigten Kritik, die wir zu Inhalten und zum Produkt bekommen, um das Erlebnis für den Kunden besser zu machen.
Im Sommer hat Dyn seine Kommentatoren, Moderatoren und Experten und Sendergesichter präsentiert. Wie zufrieden sind Sie mit der Auswahl?
Wir sind sehr zufrieden, denn wir konnten ein hervorragendes On-Air-Team bestehend aus über 40 Kommentatoren, Moderatoren und Experten für uns gewinnen, welches sowohl unsere Live-Spiele als auch die Dyn Formate präsentiert. Das On-Air-Team besteht durchweg aus glaubhaften Botschafterinnen und Botschaftern der jeweiligen Sportarten. Wir glauben fest daran, dass sie diese kompetent, motiviert und immer voller Leidenschaft begleiten und die Fans damit begeistern werden. Im Basketball haben wir mit Patrick Femerling und Basti Doreth ehemalige Nationalspieler an Bord, mit Stefan Koch einen zweimaligen Trainer des Jahres. Junge Talente wie Paul Gudde, Fabrice Kao und C-Bas sind in der jüngeren Basketball Community sehr bekannt. Wir sehen bereits jetzt, dass diese Kombination gut bei den Basketballfans ankommt.
Sie haben den senderinternen Vergleich: Was unterscheidet Basketballer von Handballern?
Professionelle Basketball- und Handballspieler haben einige Gemeinsamkeiten, aber auch deutliche Unterschiede. Trotzdem teilen sie die Leidenschaft für ihren Sport und den Ehrgeiz, auf höchstem Niveau zu spielen. Wir versuchen der Sportart und den Sportlern in der Erzählung des Spiels in seinen Besonderheiten gerecht zu werden.
Dyn baut in seinem Konzept vor allem darauf, dass Fußball – entgegen landläufiger Meinung - beim Endkunden mitnichten eine komplette Dominanz hat. So hat Christian Seifert darauf verwiesen, dass es in Deutschland eine Schwungmasse von 17 Millionen Menschen gäbe, die Sportarten wie Basketball, Handball, Hockey, Volleyball und Tischtennis verfolge. Wie sind Ihre Erfahrungen aus den ersten Wochen nach Sendestart? Welches Feedback erreicht Sie?
Wir sind erst einige Spieltage in den Sportarten On-Air, da ist es zu früh ein vollständiges Bild zu haben. Eines kann ich jedoch sagen: Wir sind sehr zufrieden mit dem Start und haben einen klaren Plan für die nächsten Monate.
Mit einem umfassenden Konzept will Dyn zum Erfolg kommen: Alle Spiele gibt es im Dyn-Abo auf Smartphone, SmartTV, Streaming und im Web. Aber nicht alles ist hinter der Paywall, denn hinzu kommen Übertragungen in der ARD-Gruppe sowie bei der BILD. Auf welche zusätzlichen Inhalte dürfen sich die Fans noch freuen? Denn Dyn ist mit dem Anspruch angetreten, die BBL und die anderen Ligen insbesondere unter der Woche mit Formaten zu pushen.
Über unsere Kanäle in Social Media, hier besonders auf Instagram, YouTube und Facebook, bieten wir neben Spielberichten auch Einblicke, Interviews und Magazine, die die Fans so noch nicht gesehen haben.
Eine Besonderheit in der Reichweitenstrategie ist das „Dyn Media Network“. Hier wird unter anderen regionalen Medienhäusern die Möglichkeit eingeräumt, Bewegtbild-Material für die eigene Berichterstattung auf digitalen Kanälen zu nutzen. Wie muss man sich dieses Modell vorstellen?
Mit dem „Dyn Media Network” legt Dyn jetzt die Grundlage, um durch Kooperationen mit Verlagen und Medienpartnern die Sichtbarkeit der Ligawettbewerbe weiter zu steigern. Medienpartner und Verlage haben über die Kooperation Zugang zu Highlight-Clips aller Spiele sowie zu einer Vorschau und einem Rückblick zu jedem Spieltag. Perspektivisch soll das Angebot auch Interviews, Home Stories und Saison-Rückblicke enthalten. Zu Beginn umfasst das Angebot mehr als 800 garantierte Highlight-Videos pro Saison aus der easyCredit BBL und der LIQUI MOLY Handball-Bundesliga. Inhalte der Sportarten Volleyball, Tischtennis und Hockey werden sukzessive hinzugefügt.
Wenn man so will, profitieren die BBL-Übertragungen von den Erfahrungen aus den Sendestarts zum Handball und Tischtennis. Einige Kinderkrankheiten dürften wohl beseitigt worden sein.
Von Kinderkrankheiten würde ich hier nicht sprechen, da die Qualität bisher sehr ansprechend ist. Aber klar nach vier Wochen Sendebetrieb kann man schon viel optimieren, davon profitiert der Basketball.
Sie waren zuvor bei der Deutschen Fußball-Liga als Geschäftsführer für die DFL Digital Sports verantwortlich. Nun haben Sie bereits die ersten Einblicke in andere Sportarten gehabt. Was hat Sie bislang am meisten überrascht?
Überrascht hat mich soweit noch nichts, sondern bestätigt. Die Liebe für den Sport, die Leistungsbereitschaft der Spieler und die Geschichten, die erzählt werden können, machen keinen Unterschied in den Sportarten.
Wenn Sie in einer Sportart aus Ihrem Dyn-Rechteportfolio antreten müssten, in welcher würden Sie sich die meisten Chancen ausrechnen? Mit einer Körpergröße von 1,99 Meter würden Sie auf dem Basketball Court schon mal nicht schief angeguckt werden.
Ich würde mit dem Rennrad vorbeikommen und die Sportler einladen ein Runde zu drehen, nur dann hätte ich bei manchen eine Chance. 😊
Zum Schluss formulieren wir die Einstiegsfrage ein wenig um: Welche Schlagzeile erwarten Sie am Ende dieser Saison?
Tolle erste Saison bei Dyn, weiter so!